IWF mahnt Industriestaaten: Schuldenbremse erforderlich
Der Internationale Währungsfonds warnt vor einer gefährlichen Schuldenspirale in entwickelten Ländern. Die Kombination aus hohen Zinsen und wachsenden Staatsausgaben gefährdet den künftigen Handlungsspielraum.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat Industriestaaten zu entschiedenerem Handeln bei der Bekämpfung ihrer Staatsschulden aufgefordert. Hintergrund sind steigende Zinslastens und umfangreiche staatliche Ausgabenprogramme, die den nationalen Haushalten zunehmend zu schaffen machen.
Besonders besorgniserregend ist laut IWF die Wechselwirkung zwischen höheren Kreditkosten und der Verschuldungsdynamik: Je mehr Zinsen Staaten zahlen müssen, desto weniger Mittel bleiben für Investitionen in Infrastruktur, Bildung oder Forschung. Dies könne längerfristig das Wirtschaftswachstum bremsen.
Die Organisation fordert daher von den reichen Ländern ein Umdenken in ihrer Fiskalpolitik. Ein Abbau der Haushaltsdefizite soll verhindern, dass Schuldenquoten weiter aus dem Ruder laufen und die wirtschaftliche Handlungsfähigkeit künftiger Generationen eingeschränkt wird.