Handelspolitik im Wandel: Trump und die EU auf Konfrontationskurs

US-Präsident Trump setzt weiter auf Zollpolitik als Druckmittel – wie zuletzt gegen Kanada. Ein Jahr nach dem EU-Abkommen mit Washington wird deutlich, wie volatil die transatlantischen Handelsbeziehungen geworden sind.
Die amerikanische Handelspolitik unter Präsident Trump bleibt unberechenbar: Zölle werden mal erhöht, mal gesenkt – je nach politischem Kalkül. Nach dem Muster dieser Strategie agierte Trump zuletzt gegenüber Kanada und setzt damit einen Trend fort, der auch die europäischen Märkte verunsichert.
Die Europäische Union hatte 2025 ein Handelsabkommen mit den USA unterzeichnet, in dem Hoffnung auf stabilere Beziehungen lag. Doch ein Jahr später zeigt sich: Die Voraussetzungen für verlässliche Wirtschaftspartnerschaft haben sich nicht gefestigt. Trumps flexible Zollpolitik bleibt ein ständiger Unsicherheitsfaktor für transatlantische Geschäfte.
Eine Bilanz des bisherigen Abkommens fällt daher gemischt aus. Während es auf dem Papier Fortschritte markierte, dominiert in der Praxis die Nervosität über die nächsten Zollbeschlüsse. Für europäische Unternehmen bleibt Planungssicherheit ein Luxus.