Die Erdgas-Abhängigkeit unserer Landwirtschaft

Moderne Landwirtschaft basiert auf Kunstdünger, dessen Herstellung große Mengen Erdgas verbraucht. Experten diskutieren, ob nachhaltigere Alternativen die hohen Ernteerträge halten können.
Die globale Ernährungssicherung hängt zu großen Teilen von chemischen Düngemitteln ab. Sie ermöglichen die hohen Ernteerträge, die notwendig sind, um Millionen von Menschen zu versorgen. Doch der Preis für diese Effizienz ist bislang erheblich: Die Produktion dieser Düngemittel ist energie- und ressourcenintensiv.
Das zentrale Problem liegt in der Herstellung. Bisher setzt die Industrie zur Düngerproduktion in großem Stil Erdgas ein. Das bedeutet: Jedes Kilogramm Kunstdünger ist mit einem fossilen Energiefußabdruck verbunden. Angesichts der Klimaziele stellt sich die Frage, wie lange dieses System noch haltbar ist.
Forscher und Experten suchen deshalb nach Wegen, Industriedünger klimaverträglicher herzustellen. Verschiedene Ansätze sind dabei in der Diskussion, könnten aber auch Herausforderungen mit sich bringen – etwa bei den Produktionsmengen oder den Kosten. Die Suche nach einem Gleichgewicht zwischen Ertragssicherheit und Klimaschutz wird eines der zentralen Themen der kommenden Jahre bleiben.