Studie: Plug-in-Hybride verursachen deutlich mehr CO2 als versprochen
Neue Untersuchung zeigt: Der tatsächliche Kohlendioxidausstoß von Plug-in-Hybriden kann bis zu viermal höher liegen als die Herstellerangaben. Experten sehen systematische Probleme.
Plug-in-Hybride schneiden in der Praxis deutlich schlechter ab als in den Labortests. Aktuelle Daten belegen, dass der reale CO2-Ausstoß um ein Vielfaches über den offiziellen Werten liegen kann – teilweise um bis zu 360 Prozent.
Der Grund liegt in den standardisierten Prüfverfahren: Diese gehen von optimalen Bedingungen aus, in denen Fahrer regelmäßig den Akku aufladen und kurze Strecken elektrisch fahren. In der Realität nutzen viele Besitzer aber überwiegend den Verbrennungsmotor, ohne die Batterie vollständig zu entladen.
Für die Umweltbilanz hat das erhebliche Konsequenzen. Wenn Plug-in-Hybride vorrangig mit dem größeren Motor betrieben werden, verursachen sie durch ihr Mehrgewicht gegenüber reinen Elektrofahrzeugen zusätzliche Emissionen – ohne dabei die Vorteile der Elektromobilität zu nutzen.