Russland: Alte Treibstoffsorten wegen Engpässen zurück

Ukrainische Drohnenangriffe auf Raffinerien zwingen Russland, auf veraltete Benzinsorten mit höherem Schwefelgehalt auszuweichen. Das könnte Fahrzeugmotoren schädigen.
In Russland verschärft sich die Treibstoffversorgung zusehends. Wiederholte Drohnenanschläge auf Raffinerien haben zu erheblichen Engpässen bei der Benzinproduktion geführt. Infolgedessen weichen Verbraucher und Unternehmen vermehrt auf ältere Kraftstoffsorten aus, die normalerweise längst vom Markt verschwunden sind.
Das Problem liegt in der Zusammensetzung dieser veralteten Treibstoffe: Sie enthalten deutlich höhere Schwefelanteile als modernes Benzin. Dies kann zu Beschädigungen an Motoren und Abgasanlagen führen, insbesondere bei neueren Fahrzeugen, die auf die niedrigeren Schwefelgehalte heutiger Kraftstoffe abgestimmt sind.
Experten warnen vor Langzeitfolgen für die russische Wirtschaft. Neben direkten Schäden an Fahrzeugflotten drohen Ausfallzeiten und höhere Wartungskosten. Der Treibstoffmangel könnte damit zum wirtschaftlichen Belastungsfaktor für das Land werden.