Erste Hilfe: Rechtliche Folgen bei Fehlern
Wer nach einem Unfall Erste Hilfe leistet, trägt Verantwortung. Doch welche Konsequenzen drohen, wenn etwas schiefgeht? Wichtige Informationen für Autofahrer.
Nach einem Verkehrsunfall ist schnelle Hilfe oft entscheidend. Viele Menschen fürchten sich aber davor, etwas falsch zu machen und dafür haftbar gemacht zu werden. Wie sieht die rechtliche Situation tatsächlich aus?
Grundsätzlich sind Ersthelfer in Deutschland durch das Prinzip der "groben Fahrlässigkeit" geschützt. Das bedeutet: Wer nach bestem Wissen und Gewissen hilft, muss normalerweise nicht mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen, auch wenn die Maßnahmen nicht perfekt ausgeführt werden. Entscheidend ist die gute Absicht und ein angemessenes Handeln.
Anders verhält es sich nur bei bewusst rücksichtslosen oder grob fahrlässigen Fehlhandlungen. Deshalb gilt: Handeln ist fast immer besser als untätig zuzuschauen. Im Zweifelsfall sollten Ersthelfer den Notruf wählen und sich an die Anweisungen der Leitstelle halten.