Elektroautos gefährden Staatseinnahmen
Die Umstellung auf E-Mobilität bringt Deutschland in ein finanzielles Dilemma: Ohne Benzin und Diesel sinken die Steuereinnahmen massiv. Experten warnen vor einer halben Billion Euro Loch im Budget.
Die deutsche Verkehrswende stößt auf ein wirtschaftliches Problem, das Bundesregierung und Experten lange ignoriert haben: Mit jedem zusätzlichen Elektroauto auf der Straße schrumpfen die Einnahmen aus Mineralölsteuer. Diese Abgaben sind für den Haushalt und den Straßenunterhalt essentiell, doch Stromer zahlen deutlich weniger oder gar nichts.
Fachleute rechnen vor, dass Deutschland bei einer konsequenten Elektrifizierung des Verkehrs mit erheblichen Ausfällen rechnen muss. Das Defizit könnte perspektivisch eine halbe Milliarde Euro erreichen. Diese Summe fehlt dann sowohl für Infrastruktur-Investitionen als auch für andere Bereiche des Staatshaushalts.
Bislang behandelt Berlin das Thema als Tabu. Dabei müssen bald Lösungen her: Entweder durch neue Steuermodelle, erhöhte Stromabgaben auf E-Autos oder alternative Finanzierungsquellen für Straßenausbau und -instandhaltung. Die politische Diskussion über diese Szenarien steht noch aus.