Schiedsrichter Gerach kämpft mit Schuldgefühlen nach Verletzungs-Ausstieg
Timo Gerach musste das Bundesliga-Duell zwischen Union Berlin und Schalke 04 wegen einer Wadenverletzung vorzeitig beenden. Der Unparteiische ringt mit seinen Gefühlen.
Ein Wettkampf, der für Schiedsrichter Timo Gerach vorzeitig zu Ende ging: Bei der Partie zwischen Union Berlin und Schalke 04 in der Bundesliga zog sich der Unparteiische eine Verletzung an der Wade zu und musste das Spiel abbrechen.
Gerach äußerte sich einen Tag später zu diesem für ihn frustrierenden Erlebnis. Der Unparteiische offenbarte, wie sehr ihn die unfreiwillige Unterbrechung des Spiels beschäftigt – es hinterlässt bei ihm das Gefühl, versagt zu haben, obwohl dies einer körperlichen Beeinträchtigung geschuldet war.
Solche Situationen sind für Schiedsrichter besonders belastend, da sie die Kontrolle über die Partie verlieren und andere Personen einspringen müssen. Gerachs emotionale Reaktion zeigt, welche Verantwortung und welchen Anspruch an sich selbst Funktionäre im Profifußball haben.