Klara Lewis – OPENING: Wenn Lärm zur Kunst wird
Die Noise-Künstlerin Klara Lewis findet Schönheit in der Zerstörung. Ihr neues Album OPENING zeigt, wie kontrolliertes Chaos zu fesselnder Musik werden kann.
Klara Lewis arbeitet mit Klängen, die anderen als bloßer Lärm erscheinen mögen. Die schwedisch-britische Künstlerin hat sich einem Sound verschrieben, der aus Bruch und Zerfall seine Faszination bezieht. Dabei geht es nicht um Chaos um seiner selbst willen, sondern um eine bewusste Gestaltung von Geräuschen, die trotz ihrer Rohheit magnetisch wirken.
Diesen Ansatz verfolgt Lewis konsequent seit ihrem Debütalbum. Sie steht damit in einer Tradition experimenteller Musikmacher, die das Schöne nicht trotz, sondern wegen der Unvollkommenheit suchen – ähnlich wie Peter Rehberg von Mego, dessen Label für genau diese Ästhetik steht: Musik, die ihre Defekte ausstellt und dadurch überzeugt.
Mit OPENING setzt Lewis diesen Weg fort und demonstriert erneut, dass echte künstlerische Innovation dort entsteht, wo konventionelle Hörererwartungen gezielt durchbrochen werden.