Jolle: Debut-Album als Verarbeitung von Sucht und psychischen Erkrankungen
Die Hamburgerin Jolle verarbeitet auf ihrem ersten Album ihre Kindheit, geprägt von Sucht und psychischen Belastungen. Mit ihrer Musik schafft sie Raum für schwierige Themen.
Die Hamburgerin Jolle nutzt ihr Debüt-Album als künstlerische Aufarbeitung eines Aufwachsens, das von Sucht und psychischen Erkrankungen geprägt war. Die Künstlerin spricht offen über ihre Erfahrungen und gibt ihnen eine musikalische Stimme.
In einem Interview offenbart Jolle, welch düstere Gedanken sie in ihrer Kindheit begleiteten. Damals sah sie in schwierigen Momenten nur noch einen Ausweg – und nahm diesen Gedanken als eine Art Fluchtmöglichkeit mit sich. Früh musste sie lernen, dass die beruhigenden Geschichten der Erwachsenen nicht der Realität entsprachen. Eine heile Welt, wie sie in Märchen vorkommen, existierte für sie nicht.
Mit ihrem Album schafft Jolle nun einen künstlerischen Umgang mit diesen Erfahrungen und macht damit auch für andere Hörer Themen wie Bipolarität zugänglich, die oft tabuisiert werden.