Die Ticketkrise: Wenn Live-Konzerte nicht mehr die Rettung sind
Seit Streaming die Musikindustrie umkrempelt, sollen Konzerte Einnahmeverluste ausgleichen. Doch für viele Künstler funktioniert dieses Modell nicht mehr – ein Blick auf ein wackeliges System.
Die Musikbranche befindet sich seit Jahren in einem Umbruch. Während die Einnahmen aus Albumverkäufen und physischen Tonträgern dramatisch eingebrochen sind, sollten Live-Auftritte den finanziellen Ausfall kompensieren. Was vor zehn Jahren noch als vielversprechende Lösung galt, stößt mittlerweile an seine Grenzen.
Denn nicht jeder Künstler kann wie Taylor Swift oder Oasis massive Ticketverkäufe erzielen. Für kleinere bis mittlere Acts wird es zunehmend schwierig, überhaupt noch rentabel auf Tour zu gehen. Die Kosten für Veranstaltungen sind gestiegen, während das Publikumspotenzial stagniert oder schrumpft.
Das System, auf das die Branche gehofft hat, zeigt Risse. Musiker finden sich in einer Zwickmühle wieder: Streaming bringt zu wenig Geld, und Tourneen sind nicht für alle machbar – geschweige denn profitabel. Es wird immer deutlicher: Ein neues Modell für faire Künstlervergütung tut dringend not.