Danger Dan – KEINE ANGST: Zwischen Anspruch und Wirklichkeit
Der Liedermacher wirbt für radikale Kunst, liefert aber hauptsächlich Piano-Protest-Pop für bereits Überzeugter ab. Ein Review.
Danger Dan hat mit seinem neuen Album KEINE ANGST hohe Ziele: Radikale Kunst soll es sein, die gesellschaftliche Grenzen verschieben. Doch in der Umsetzung zeigt sich eine Diskrepanz zwischen Anspruch und Realität.
Das Album besticht mit Piano-Protest-Pop-Arrangements, die handwerklich solide sind. Allerdings richtet sich die Musik überwiegend an ein bereits überzeugtes Publikum – eine Art musikalische Predigt für die eigene Gemeinde. Die provokative Gestaltung des Titelstücks KEINE ANGST wirft die Frage auf, wie relevant solche Liedermacher-Musik inhaltlich tatsächlich noch ist.
Ob Danger Dan seinen eigenen Forderungen nach Radikalität gerecht wird, bleibt fraglich. Das Album ist musikalisch ansprechend, zielt aber eher auf Bestätigung statt auf echte künstlerische Provokation ab.