Mercedes und Nvidia: Fahrerlose Autos durch Sicherheit statt KI-Tricks
Mercedes und Nvidia arbeiten an autonomen Fahrzeugen der Stufe 4. Ihr Konzept setzt nicht auf einzelne technische Lösungen, sondern auf ein durchdachtes Sicherheitssystem mit Redundanzen.
Mercedes-Benz und Nvidia verfolgen einen neuen Weg beim autonomen Fahren: Statt auf einzelne künstliche Intelligenz-Lösungen zu setzen, entwickeln sie ein Gesamtsystem, das mit möglichen Ausfällen rechnet. Damit wollen sie die vierte Stufe der SAE-Autonomie erreichen – Fahrzeuge also, die in definierten Bereichen komplett ohne Fahrer auskommen.
Im Mittelpunkt stehen zwei technische Konzepte: Die sogenannte Halos-Redundanz sorgt dafür, dass kritische Systeme mehrfach vorhanden sind. Die Hyperion-Architektur beschreibt den Aufbau des gesamten Rechner- und Sensornetzwerks im Auto. Beide Elemente sollen gemeinsam gewährleisten, dass das Fahrzeug auch bei Fehlern sicher bleibt.
Der Ansatz unterscheidet sich grundlegend von bisherigen Entwicklungen: Anstatt immer bessere KI-Modelle zu trainieren, konzentrieren sich Mercedes und Nvidia darauf, dass das System insgesamt zuverlässiger wird – selbst wenn einzelne Komponenten ausfallen.