ID.3 GTI: Warum mehr Leistung nicht gleich mehr Tempo bedeutet
Mit 326 PS ist der elektrische ID.3 GTI stärker als sein Benzin-Pendant – doch bei 200 km/h ist Schluss. Ein physikalisches Phänomen erklärt den Unterschied.
Auf dem Papier wirkt der ID.3 GTI beeindruckend: 326 Kilowatt Leistung machen ihn zum kräftigeren Elektromotor im Vergleich zum konventionellen Golf GTI. Doch wer höchste Geschwindigkeiten erwartet, wird enttäuscht. Bei etwa 200 Stundenkilometern ist die Reise zu Ende – deutlich unter der Höchstgeschwindigkeit eines klassischen GTI.
Der Grund liegt in der grundsätzlich anderen Funktionsweise von E-Motoren: Anders als Verbrennungsmotoren können Elektromotoren ihre maximale Leistung nicht über den gesamten Drehzahlbereich halten. Ab einer bestimmten Geschwindigkeit greift die sogenannte Feldschwächung – der Motor verliert kontinuierlich an Kraft. Hinzu kommt der Luftwiderstand, der mit höheren Geschwindigkeiten exponentiell anwächst.
Während ein benzinbetriebener Golf GTI seine Leistung länger halten kann, muss der elektrische Antrieb des ID.3 GTI irgendwann kapitulieren. Das erklärt das paradoxe Phänomen: mehr Power, aber weniger Topspeed. In der Praxis macht sich das vor allem auf der Autobahn bemerkbar – beim zügigen Beschleunigen hingegen hat der E-Wagen deutlich die Nase vorn.