E-Auto-Förderung: Steuergeld fließt in teurere Varianten

Eine Analyse der BAFA-Daten zeigt: Bei beliebten Elektroauto-Modellen profitieren oft die höherpreisigen Versionen stärker von der staatlichen Kaufprämie als Einstiegsvarianten.
Die staatliche Elektroauto-Förderung führt zu einer fragwürdigen Verteilung der Fördermittel. Wie eine Auswertung offizieller BAFA-Daten belegt, werden bei vielen gängigen E-Auto-Baureihen überproportional häufig die teureren und besser ausgestatteten Modellvarianten gekauft – auch wenn es günstigere Alternativen gibt.
Das Phänomen betrifft nicht nur Luxusfahrzeuge wie den BMW iX1, sondern auch Massenhersteller wie Skoda mit dem Elroq. Bei diesen beliebten Elektroautos zeigt sich ein klares Muster: Käufer nutzen die staatliche Prämie, um sich eine höherwertige Ausstattung zu leisten, statt sie als Anreiz für den Kauf eines günstigen Elektrofahrzeugs zu nutzen.
Die Bilanz wirft Fragen zur Effizienz der Förderung auf. Ziel der E-Auto-Prämie sollte es sein, die Elektromobilität für breite Bevölkerungsschichten attraktiv zu machen. Stattdessen fließt ein erheblicher Teil der Steuermittel in Pkw-Versionen, die auch ohne Subvention für viele Käufer erschwinglich wären.