Terrormiliz nutzt Instabilität in Syrien aus
Der Verdächtige des Berliner Anschlags wollte sich dem IS anschließen. Die Extremistengruppe ist in Syrien und dem Irak noch aktiv – und profitiert von der dortigen politischen Lage.
Der Mann, der unter Verdacht des Anschlags in Berlin steht, hatte offenbar Pläne für 2025: Er wollte sich in Syrien der Terrormiliz Islamischer Staat anschließen. Das wirft die Frage auf, wie präsent die Organisation in der Region tatsächlich noch ist und welche Bedrohung von ihr ausgeht.
Während der IS seine einstigen Territorien in Syrien und dem Irak verloren hat, operiert die Gruppe weiterhin in beiden Ländern. Sicherheitsexperten zufolge nutzt die Miliz gezielt die anhaltende Instabilität in Syrien aus, um ihre Aktivitäten fortzusetzen und Kämpfer anzuwerben.
Die genaue Stärke und aktuelle Schlagkraft des IS in der Region bleibt schwer zu beziffern. Klar ist aber: Trotz militärischer Niederlagen gelang es der Terrormiliz, ein fragmentiertes Netzwerk aufrechtzuerhalten, das weiterhin Fachleute und Sicherheitsbehörden beschäftigt.