Sonntagsfahrverbot gelockert – Umweltschützer warnen

Wegen Niedrigwassers in deutschen Flüssen dürfen Lastwagen sonntags vermehrt fahren. Während die Industrie aufatmet, schlagen Naturschutzverbände Alarm.
Die anhaltende Niedrigwassersituation in deutschen Flüssen zwingt die Politik zu ungewöhnlichen Maßnahmen. Mehrere Bundesländer haben deshalb beschlossen, die Sonntagsfahrverbote für Lastkraftwagen zu lockern. Hintergrund ist die Beeinträchtigung der Binnenschifffahrt durch Niedrigwasser – Lieferketten sind gefährdet und müssen nun verstärkt auf den Straßenverkehr ausweichen.
Für die Industrie und Logistikbranche ist die Maßnahme eine willkommene Entlastung. Sie eröffnet zusätzliche Transportkapazität in einer angespannten Versorgungslage. Anders sehen das Naturschutzverbände: Sie warnen vor den Auswirkungen der erhöhten Lkw-Belastung auf Umwelt, Lärmentwicklung und Verkehrssicherheit – gerade an Wochenenden.
Die Lockerung bleibt vorerst temporär und soll an die aktuelle Notlage gekoppelt sein. Offen bleibt, wie lange die Maßnahme andauert und wie die Balance zwischen wirtschaftlichen Interessen und Umweltschutz gewahrt werden kann.