Sachsen-Anhalt: AfD und BSW in schwieriger Koalitionssuche
Drei Wochen nach der Landtagswahl ringt die AfD in Sachsen-Anhalt um eine Regierungsmehrheit. Das BSW signalisiert Gesprächsbereitschaft, lehnt aber den AfD-Kandidaten für das Ministerpräsidentenamt ab.
In Magdeburg zeichnet sich eine komplizierte Regierungsbildung ab. Die AfD benötigt einen Koalitionspartner, um eine Mehrheit im Landtag zu sichern. Das BSW, die junge Partei um Sahra Wagenknecht, könnte diese Rolle erfüllen – signalisiert aber deutliche Vorbehalte.
Kernproblem der Verhandlungen ist die Person von Ulrich Siegmund. Die AfD möchte ihren Kandidaten als Ministerpräsident durchsetzen, doch das BSW lehnt dies kategorisch ab. Damit sitzt die AfD zwischen zwei Stühlen: Sie braucht die Unterstützung des BSW, kann aber nicht auf ihre favorisierte Personalbesetzung verzichten.
Die SPD unternimmt unterdessen einen letzten Versuch, ein Gegenmodell zu präsentieren. Allerdings zeichnet sich ab, dass auch diese Alternative nicht die notwendigen Stimmen im Parlament erhalten wird. Damit bleibt die Konstellation zwischen AfD und BSW weiterhin die wahrscheinlichste Lösung für die Regierungsbildung.