Reederei-Verband: Umweg um Afrika verkraftbar
Die Umfahrung Afrikas kostet Millionen, doch Experten sehen die Schifffahrt gelassen. Die Mehrkosten verteilen sich auf viele Waren und führen nur zu minimalen Preiserhöhungen.
Die Reedereien müssen derzeit tief in die Tasche greifen: Wer den Suezkanal meidet und stattdessen Afrika umfährt, zahlt schnell siebenstellige Summen zusätzlich pro Fahrt. Doch Branchenexperte Kröger beruhigt: Diese Kosten landen nicht direkt beim Verbraucher an der Kasse.
Das Geheimnis liegt in der Verteilung. Weil einzelne Containerschiffe Tausende Waren transportieren, fallen die Mehrkosten pro Produkt kaum ins Gewicht. Nach Aussage des Experten betragen die Preisaufschläge für die Kunden nur wenige Cent pro Artikel.
Die Schifffahrtsbranche zeigt sich insgesamt unbeeindruckt von der aktuellen Herausforderung. Kröger betont, dass die Reedereien bereits viele Krisen und bewaffnete Konflikte überstanden haben – alternative Routen zu finden gehöre einfach dazu. Für die etablierten Spediteure ist die Situation schwierig, aber längst nicht unlösbar.