Ostdeutsche in Führungspositionen unterrepräsentiert
Mehr als drei Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung sind Menschen aus den neuen Bundesländern in Chefpositionen weiterhin selten anzutreffen. Ein Soziologe fordert nun konkrete Maßnahmen.
Trotz 36 Jahren Wiedervereinigung zeigt sich in deutschen Führungsetagen ein deutliches Ungleichgewicht: Ostdeutsche sind in leitenden Positionen stark unterrepräsentiert. Experten sprechen von stagnierenden Verhältnissen, die sich bislang kaum zum Besseren entwickelt haben.
Der Soziologe Hartmann hat sich mit dieser Entwicklung auseinandergesetzt und kommt zu ernüchternden Ergebnissen. Nach seiner Analyse gibt es nur wenige positive Tendenzen bei der Besetzung von Führungsämtern. Stattdessen persistieren die Unterschiede zwischen West und Ost hartnäckig fort.
Um diese Situation zu ändern, schlägt Hartmann vor, Quoten bei der Vergabe solcher Positionen einzuführen. Durch verbindliche Vorgaben könnten gezielt mehr Ostdeutsche in Führungsrollen gelangen und damit zu einer ausgewogeneren Repräsentation beitragen.