Klimapolitik braucht Priorität an der Spitze

Deutschland kämpft mit den Folgen des Klimawandels. Ein Kommentar fordert: Der Kanzler muss Klimaschutz zur obersten Priorität machen – nicht nur für die Umwelt, sondern auch für die Wirtschaft.
Die Auswirkungen des Klimawandels sind in Deutschland längst spürbar. Doch während die Herausforderungen wachsen, wirkt die Bundesregierung uneinig. Der Umweltminister kämpft scheinbar allein gegen die Probleme an, ohne die volle Unterstützung aus dem Kanzleramt zu erhalten.
Das muss sich ändern. Klimaschutz darf nicht die Angelegenheit eines einzelnen Ressorts sein. Um entschlossen handeln zu können, braucht es ein klares Signal von der Spitze: Der Kanzler selbst muss Klimapolitik als Regierungspriorität verankern und alle Ministerien auf einen Kurs ausrichten.
Dies ist nicht nur eine Frage der Umweltverantwortung. Ein konsistenter Kurs beim Klimaschutz schafft auch Planungssicherheit für Unternehmen und kann neuen wirtschaftlichen Chancen den Weg ebnen. Entschlossenes Handeln aus Berlin könnte damit auch wirtschaftliche Vorteile bringen.