EU-Innenminister debattieren über Ceuta-Krise

Nach dem massiven Migrationsandrang auf die spanische Enklave Ceuta fordern 22 EU-Staaten ein koordiniertes Vorgehen. Am Dienstag beraten die Innenminister in einer Dringlichkeitssitzung über die Krise.
Die Flüchtlingskrise in Ceuta bekommt europäische Dimensionen: Mehr als die Hälfte der EU-Mitgliedsstaaten hat sich gegen Spaniens Umgang mit dem Ansturm auf die nordafrikanische Enklave ausgesprochen und ein abgestimmtes Handeln gefordert.
Die Kritik an Spanien ist deutlich: Die 22 Länder sehen das europäische Grenzmanagement in Frage gestellt und wollen sich auf eine gemeinsame Strategie einigen. Am Dienstag kommt es deswegen zu einer Notfall-Konferenz der EU-Innenminister, um die Situation zu erörtern.
Der Konflikt zwischen Marokko und Spanien hatte zu massiven Migrationsströmen in die spanische Exklave geführt. Die Debatte zeigt, wie sensibel die Migrationspolitik in Europa bleibt und wie schnell nationale Grenzkonflikte europäische Spannungen auslösen.