Berlins Linke vor Koalitionshürden trotz Wahlsieg
Die Linke hat die Berliner Abgeordnetenhauswahl gewonnen, doch der Erfolg wird durch Antisemitismusvorwürfe überschattet. SPD und Grüne zögern bei Koalitionsverhandlungen.
Die Linke ist zwar Sieger der jüngsten Berliner Wahl, könnte aber Schwierigkeiten haben, daraus eine funktionierende Regierung zu bilden. Antisemitismusvorwürfe gegen die Partei bremsen die Verhandlungslust von SPD und Grünen, den naheliegenden Koalitionspartnern.
Für Teile der Linken selbst ist dies kein legitimes Hindernis. Sie sehen darin eher eine gezielte Kampagne gegen ihre Partei als berechtigte Kritik an problematischen Positionen.
Ob die Linke trotzdem in die Berliner Regierung einziehen kann, hängt davon ab, wie SPD und Grüne die Vorwürfe einschätzen und ob sie bereit sind, Koalitionsverhandlungen aufzunehmen. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob der Wahlsieg für die Partei zur Regierungsmacht führt.